Schnelle Info
Was erwartet dich?
- Begehbare Eishöhle
- Familienfreundlich
- Parkplätze
- Mit Bus erreichbar
- Seilbahn oder Wanderweg
- Aussichtspunkt über das Salzachtal
Größte Eishöle der Welt
Das verborgene Reich aus Eis und Stein
Die Eisriesenwelt Werfen ist kein gewöhnliches Naturdenkmal – sie ist ein gigantisches Tor in eine unterirdische Welt, die seit Millionen Jahren im Dunkel des Tennengebirges wächst. Schon der Eingang auf 1.641 m Seehöhe wirkt wie ein Schlund, aus dem selbst im Hochsommer eisige Luft strömt.
Was Besucher heute sehen, ist nur ein winziger Ausschnitt eines Systems, das sich über 42 Kilometer durch den Berg zieht. Die Schauhöhle umfasst rund einen Kilometer – dahinter beginnt ein Labyrinth, das nur Forscher betreten dürfen.

Ein Naturwunder mit wissenschaftlicher Tiefe
Die Eisriesenwelt ist nicht nur schön – sie ist geologisch hochkomplex. Die Höhle entstand vor 5–10 Millionen Jahren, als kohlensäurehaltiges Wasser den Dachsteinkalk löste und riesige Tunnel formte.
Später, als das Klima kälter wurde, bildeten sich die heute sichtbaren Eisstrukturen:
– mächtige Eiswände
– gefrorene Seen
– meterhohe Eisvorhänge
– jährlich wachsende und schrumpfende Eisformationen
Besonders spannend: Die Höhle war einst komplett wassergefüllt. Hydrologische Analysen zeigen, dass Wasser im heutigen Schauhöhlenabschnitt 140 Meter bergauf floss – ein Hinweis auf einen gigantischen Siphon, der unter Druck stand.
Solche Erkenntnisse machen die Eisriesenwelt zu einem Schlüsselobjekt der alpinen Karstforschung.

Der Weg durch die Schauhöhle – eine Reise in die Tiefe der Zeit
Die Besucherroute führt durch monumentale Hallen wie die Posselthalle, die Hymirhalle und den Mörkdom, bevor der Weg im Eispalast seinen Höhepunkt erreicht. Auf dem Weg erlebt man:
– 134 Höhenmeter
– rund 1.100 Meter Wegstrecke
– Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt
– ein Wechselspiel aus Dunkelheit, Karbidlampen (inzwischen LED) und glitzerndem Eis
Der Eispalast markiert den Endpunkt der touristischen Strecke. Dahinter beginnt ein Bereich, der nur mit wissenschaftlicher Genehmigung betreten werden darf – ein Ort, an dem die Höhle ihre wahre Größe zeigt.
In den dahinterliegenden Abschnitten erforschen Höhlenkundler komplexe Luftströmungen und Eisbildungsprozesse, die das dynamische Klima der Eisriesenwelt prägen.

Hinter dem Eispalast: Die verborgene Welt der Forscher
Der nicht begehbare Teil der Eisriesenwelt ist ein mehrstöckiges Karstsystem, das sich tief ins Tennengebirge verzweigt.
Wissenschaftliche Expeditionen dokumentieren dort:
– kilometerlange Druckwasser-Gänge
– Siphonstrukturen, die einst vollständig geflutet waren
– Fließfacetten, die die Strömungsrichtung des alten Höhlenflusses zeigen
– Schächte und Kluftsysteme, die mehrere Höhlenstockwerke verbinden
– Sedimente aus den Zentralalpen, die belegen, dass das Wasser aus weit entfernten Regionen stammte

Warum die Eisriesenwelt jeden Besucher verändert
Die Eisriesenwelt ist mehr als ein Ausflugsziel. Sie ist ein Ort, der zeigt, wie klein der Mensch im Vergleich zu den Kräften der Natur ist.
Wer die Höhle betritt, erlebt:
– die Kälte eines Ortes, der sich dem Sommer widersetzt
– die Stille eines Raums, der seit Millionen Jahren existiert
– die Ewigkeit von Eis, das jedes Jahr neu entsteht
– die Faszination eines Systems, das nur zu einem Bruchteil sichtbar ist
Die Eisriesenwelt ist ein Naturwunder, das gleichzeitig wissenschaftlich bedeutend, touristisch spektakulär und emotional beeindruckend ist – ein Ort, den man nicht vergisst.
Der Aufstieg zur Höhle - auch schon ein Erlebnis
Bis zum Besucherzentrum reist man öffentlich oder privat an. Von dort geht man zu Fuß in rund 20 Minuten bis zur Seilbahn, die den größten Teil des Aufstiegs in wenigen Minuten überbrückt. Danach geht es weitere 20 Minuten durch steiles Felsgelände, Tunnel und teilweise überdachten Wegen, welche die Wanderung vor allem bei Schönwetter zu einem spektakulären Erlebnis macht – siehe Bildergalerie.
Zusätzlich bieten mehrere Aussichtspunkte entlang des Weges beeindruckende Tiefblicke ins Salzachtal und auf die umliegenden Felswände. Kurz vor dem Höhleneingang sorgt die kühle Luft, die aus der Eisriesenwelt strömt, bereits für ein erstes spürbares Vorgeschmack auf das Höhlenklima.
Am Dr. Oedl-Haus kann man vor oder nach dem Besuch der Eishöhle einkehren, jedoch sollte man den gebuchten Zeitslot der Eishöhle im Auge behalten.
Empfehlung: Zuerst die Höhle besuchen, danach die sehr gut bewertete Küche des Schutzhauses besuchen.
Anreise
Die Eisriesenwelt Werfen liegt etwa 40 km südlich von Salzburg und ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Von Salzburg kommend führt die Anreise über die A10 Tauernautobahn Richtung Villach bis zur Ausfahrt Werfen, von dort folgt man der Beschilderung zur Eisriesenwelt. Aus dem Süden erreicht man Werfen über die gleiche Autobahn aus Richtung Villach oder Spittal an der Drau. Die Straße zur Talstation der Seilbahn ist gut ausgebaut und im Sommer problemlos befahrbar. Im Winter ist die Höhle geschlossen. Für Besucher, die mit der Bahn anreisen, besteht eine regelmäßige Verbindung bis Bahnhof Werfen, von dort verkehren Taxis und Shuttlebusse zur Talstation.
Parken
Nach einer 5 Kilometer langen Bergstraße erreicht man das Besucherzentrum. Hier gibt es mehrere Parkplätze, die in den Monaten Juli/August jedoch schnell ausgelastet sein können - besonders an Regentagen. Eine Anreise mit einem Wohnmobil ist zwar möglich, aber wegen der steilen Straße und den eingeschränkten Parkmöglichkeiten nicht empfohlen.
Eine Auffahrt mit Wohnwagen ist behördlich untersagt.
Details zum Parken sind hier zu finden:
Anreise Eisriesenwelt
Bildergalerie Eisriesenwelt






















































































Direktlink
Weitere Info
Eisriesenwelt GmbH
5450 Werfen
Eishöhlenstraße 30
Eisriesenwelt | +43 6468 5248
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