Schnelle Info
Was erwartet dich?
- Bis zu 300 Meter hohe Felswände
- Familienfreundlich
- Parkplätze
- Mit Bus erreichbar
- 50 Meter hoher Wasserfall
- Markanter, 30 Meter hoher "Helix"-Steg
Das tosende Herz der Klamm
Einzigartiges Naturerlebnis
Die Liechtensteinklamm beeindruckt mit einer gewaltigen, fast überwältigenden Naturkraft. Der Großarler Bach presst sich durch die extrem engen Felspassagen und erzeugt dabei ein donnerndes Echo, das von den steilen Wänden vielfach zurückgeworfen wird. Besucher erleben hier ein Zusammenspiel aus Wasser, Nebel und Klang, das sich ständig verändert und je nach Tageszeit völlig unterschiedliche Stimmungen erzeugt. Besonders intensiv wirkt der Moment, wenn man stehen bleibt und die feinen Wassertröpfchen im Gesicht spürt – ein unmittelbares, fast ursprüngliches Naturerlebnis.

Der spektakuläre „Helix“-Steg
Der Helix‑Steg ist das moderne Wahrzeichen der Liechtensteinklamm und verbindet Architektur mit Natur auf beeindruckende Weise. Die spiralförmige Stahlkonstruktion schwebt scheinbar mühelos über der Schlucht und erlaubt einen Blick in Tiefen, die man vom normalen Weg aus nie sehen würde. Durch die Drehung der Konstruktion verändert sich die Perspektive beim Gehen ständig – mal blickt man direkt in die Schlucht, mal entlang der Felswände, mal auf die Wasserströme unter den Füßen. Der Steg ist nicht nur ein Fotomotiv, sondern ein bewusst gestalteter Aussichtspunkt, der die Klamm aus einer völlig neuen Dimension erlebbar macht.

Jahrtausende alte Felsformationen
Die Felswände der Liechtensteinklamm erzählen eine geologische Geschichte, die weit über die menschliche Zeitrechnung hinausgeht. Über mehr als 10.000 Jahre hat sich das Wasser seinen Weg durch den harten Gesteinsschichten gebahnt und dabei Formen geschaffen, die wie Skulpturen wirken. Die Wände sind stellenweise glatt poliert, an anderen Stellen schroff und kantig – ein Hinweis darauf, wie unterschiedlich stark das Wasser an verschiedenen Punkten gewirkt hat. Wer genau hinsieht, erkennt Schichtungen, Einschlüsse und Farbverläufe, die die Entstehung der Alpen widerspiegeln. Die Klamm ist damit nicht nur ein Naturerlebnis, sondern auch ein lebendiges geologisches Museum.

Magische Lichtstimmungen
Die Liechtensteinklamm ist berühmt für ihre außergewöhnlichen Lichtspiele, die durch die schmale Öffnung der Schlucht entstehen. Sonnenstrahlen dringen nur punktuell ein und treffen auf Wassernebel, der die Luft erfüllt – dadurch entstehen leuchtende Säulen, glitzernde Tropfen und fast mystische Farbverläufe. Besonders eindrucksvoll ist der Kontrast zwischen den dunklen, feuchten Felswänden und den hellen Lichtflecken, die wie kleine Bühnen wirken. Je nach Tageszeit und Wetter verwandelt sich die Klamm in eine völlig andere Szenerie: morgens geheimnisvoll, mittags kraftvoll, abends fast märchenhaft. Viele Besucher bleiben stehen, um diesen Moment bewusst zu genießen.

Familienfreundliches Naturerlebnis
Die Liechtensteinklamm ist trotz ihrer wilden Natur hervorragend erschlossen und damit ideal für Familien geeignet. Der Weg ist sicher, gut befestigt und so gestaltet, dass auch Kinder die beeindruckenden Naturphänomene aus nächster Nähe erleben können. Immer wieder gibt es kleine Aussichtspunkte, an denen man stehen bleiben und die Kraft des Wassers beobachten kann. Gleichzeitig bleibt der Weg spannend – die engen Passagen, die Brücken und die wechselnden Perspektiven sorgen dafür, dass auch jüngere Besucher neugierig bleiben. Für Familien ist die Klamm ein perfekter Halbtagesausflug, der Abenteuer, Natur und Sicherheit harmonisch verbindet.
Schon gewusst?
Im Jahr 1875 begannen Mitglieder des Pongauer Alpenvereins, die wilde Schlucht begehbar zu machen – ein ehrgeiziges Projekt, das bald an finanziellen Grenzen stieß. Hilfe kam damals aus prominenter Richtung: Fürst Johann II. von Liechtenstein, der im benachbarten Großarl eine Jagd besaß, spendete 600 Gulden für den Ausbau. Dank dieser Unterstützung konnte die Arbeit vollendet und die Klamm 1876 eröffnet werden. Aus Dankbarkeit trägt sie seither den Namen Liechtensteinklamm – ein bleibendes Zeichen für die Verbindung von Natur, Engagement und adeliger Großzügigkeit.

Unser Eindruck der Tour
„Die Liechtensteinklamm wartet gleich mit mehreren Highlights auf: Die mittlerweile berühmte Helix auf ungefähr halbem Weg ist schon etwas Besonderes. Wege und Treppen sind oft tief in den Fels geschlagen und führen stellenweise durch Tunnel. Hell und Dunkel wechseln sich immer wieder ab, und eng beieinanderstehende Felswände zeigen eindrucksvoll, wie Naturkräfte über Jahrtausende am Werk waren. Als Belohnung für die rund 440 Stufen erwartet Besucher am Ende der Klamm ein Wasserfall, der von einer großzügig angelegten Aussichtsplattform aus genossen werden kann.
Die Klamm ist absolut familientauglich, allerdings können aufgrund der Stufen Kinderwägen nicht verwendet werden.
Anreise
Von Süden/Osten kommend fährt man auf der B311 bis nach St. Johann im Pongau (auch: „St. Johann in Salzburg“) und biegt dort auf die S109, die Alpendorfstraße, ein. Die Strecke ist gut beschildert. Von Norden kommend kann man entweder durch das Ortsgebiet fahren oder ebenfalls der B311 bis zur Abzweigung auf die S109 folgen. Unabhängig von der Richtung führt der letzte Abschnitt immer über die Liechtensteinklammstraße zum offiziellen Eingang und den Parkplätzen.
Parken
Entlang der Liechtensteinklammstraße befinden sich die Parkplätze P1 bis P5, die allesamt für den Besuch der Klamm kostenlos zur Verfügung stehen (Stand 2026). Das Abstellen von Wohnmobilen über Nacht sowie das Campieren sind hier nicht erlaubt.
Bildergalerie Liechtensteinklamm














































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Weitere Info
Tourismusverband St. Johann in Salzburg
5600 St. Johann in Salzburg
Ing.-Ludwig-Pech-Straße 1
josalzburg.com | Liechtensteinklam
+43 6412 6036
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