Kaprun Hochgebirgsstauseen

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Die Karpun Hochgebirgsstauseen

Historische Kraftwerksanlage der Superlative

Die Kaprun Hochgebirgsstauseen liegen hoch über dem Kapruner Tal und gehören zu den eindrucksvollsten technischen Anlagen der Alpen. Die beiden Speicherbecken Mooserboden und Wasserfallboden sind eingebettet in eine markante Hochgebirgslandschaft und verbinden Naturraum und Energiegewinnung auf besondere Weise. Besucher erleben hier eine Mischung aus alpiner Naturkulisse, Wasserwirtschaft und moderner Kraftwerkstechnik.

Mooserboden – Speichersee auf über 2.000 Metern

Der Mooserboden ist der höher gelegene der beiden Stauseen und beeindruckt durch seine türkisfarbene Wasserfläche und die umliegenden Dreitausender. Die Staumauer zählt zu den größten ihrer Art in Österreich und bietet einen weiten Blick über das Kapruner Tal. Rund um den See führen Wege zu Aussichtspunkten, die die Dimensionen der Anlage und die alpine Landschaft eindrucksvoll sichtbar machen.

Wasserfallboden – das untere Speicherbecken

Der Wasserfallboden liegt etwas tiefer und dient als Zwischenspeicher im Gesamtsystem. Sein ruhiger Charakter und die Nähe zu den umliegenden Felswänden schaffen ein harmonisches Bild zwischen Natur und Technik. Von hier aus lässt sich gut nachvollziehen, wie die beiden Seen miteinander verbunden sind und welche Rolle sie im täglichen Betrieb der Kraftwerke spielen.

Energiegewinnung und Pumpspeichertechnik

Die Hochgebirgsstauseen sind Teil eines komplexen Kraftwerksverbunds, der sowohl klassischen Wasserzufluss als auch moderne Pumpspeichertechnik nutzt. Überschüssige Energie aus dem Stromnetz wird verwendet, um Wasser nach oben zu pumpen, das später zur Stromerzeugung wieder abgelassen wird. Dadurch kann die Werksgruppe Kaprun-Salzach flexibel auf den Energiebedarf reagieren und Spitzenlasten ausgleichen.

Besuchserlebnis und Zugang

Die Anfahrt zu den Stauseen erfolgt über Shuttlebusse und den Lärchwand‑Schrägaufzug, die Besucher sicher in die Hochgebirgsregion bringen. Dieser ist Europas größter offener Schrägaufzug und mit 8,2 m Spurweite das größte personenbefördernde Schienenfahrzeug der Welt. Oben erwarten gut ausgebaute Wege, Aussichtspunkte und Informationsbereiche zur Geschichte und Technik der Anlage.

Die Kraftwerksgruppe Glockner-Kaprun (heute Kaprun-Salzach) wurde ab den 1920er‑Jahren geplant, der eigentliche Baubeginn erfolgte 1938, und die Fertigstellung der großen Speicherstufe dauerte bis Mitte der 1950er‑Jahre. Die beiden Staumauern Moosersperre und Drossensperre erreichen Höhen von über 100 Metern und bilden das Herz der Oberstufe. Heute erzeugen die verbundenen Kraftwerke mit einer Turbinenleistung von über 800 MW – nach dem Ausbau durch Limberg III über 1.300 MW – einen bedeutenden Anteil an der österreichischen Spitzenstromversorgung. Die Kombination aus alpiner Landschaft, Wasserbau, historischer Ingenieursleistung und moderner Pumpspeichertechnik macht die Hochgebirgsstauseen zu einem vielseitigen Ziel für Naturinteressierte und Technikbegeisterte.

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Unser Eindruck der Tour

„Die Kaprun Hochgebirgsstauseen gehören zu jenen Ausflugszielen, deren Dimension und Atmosphäre sich erst beim Besuch offenbart. Die flotten Busfahrten, der riesige Schrägaufzug, zwei begehbare Staudämme im oberen Bereich, der große Mooserboden, der sich bis zum Talschluss erstreckt, Klettermöglichkeiten am Berg und an (!) der Staumauer (auch für geübte Kinder), ein kleiner Gipfelsieg mit herrlicher Aussicht auf die Stauseen und eine Führung durch den Wartungstunnel – all das macht den Ausflug zu etwas ganz Besonderem.
Tipp: Früh starten, dann lässt sich die Umgebung entlang des Sees in Ruhe erkunden. Für die Staumauerführung sollte man rund eine Stunde einplanen, und wenn dann noch Zeit bleibt, lässt sich die Aussicht auf den See und die umgebende Natur auf einer der zahlreichen Bänke genießen. Für Kinder stehen zudem verschiedene Spielmöglichkeiten bereit.“

Anreise

Die Anreise erfolgt über die Kesselfallstraße im Zentrum von Kaprun oder über die Umfahrungsstraße (Abfahrt Kreisverkehr Kaprun Süd) durch den Tunnel und führt bergauf durch das hintere Tal. Entlang der Strecke passiert man den Klammsee und die Station der Kitzsteinhorn Panoramabahn, bevor im oberen Talbereich klare Hinweisschilder zum Parkhaus Kesselfall leiten. Das Parkhaus befindet sich direkt an der Straße und markiert den Übergang zur Hochgebirgsregion sowie den offiziellen Startpunkt für den Besuch der Stauseen.

Parken

Am Ende der Kesselfallstraße im hinteren Kapruner Tal befindet sich - eingebettet im Wald - das Parkhaus für Besucher der Stauseen (max. Fahrzeughöhe 1,95 m!). Eine Weiterfahrt zu den Stauseen ist mit dem eigenen Fahrzeug nicht möglich. Von hier aus erreicht man zu Fuß in wenigen Minuten die Kasse Kesselfall und damit den Startpunkt für die Shuttlebusse.

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Direktlink

Weitere Info

VERBUND Tourismus GmbH
Kaprun Hochgebirgsstauseen (Kassa)
Kesselfallstraße 98
5710 Kaprun
visit.verbund.com/de/kaprun | +43 50313 23201

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